Geschichte

Die Geschichte

Pfelgegericht

Im ehemaligen Pfleggericht – Geburtshaus des Dichters Ferdinand Sauter – ist heute das »Alpen&KunstMuseum Werfen« untergebracht. Es hat sich als Haus der Kunst und Kultur etabliert und bietet dem Besucher interessante Einblicke in die Themenbereiche Kulturgeschichte und Volkskunde, Naturschutz und Gegenwartskunst. Der historische Bau mit den altehrwürdigen Gewölben bildet ideale Voraussetzungen für Ausstellungen und kulturelle Aktivitäten, die inzwischen weit über die Grenzen Österreichs hinaus Bekanntheitsgrad erlangt haben.

Geschichtliches zum Markt Werfen

Am Pass Lueg durchbricht die Salzach auf ihrem Weg nach Norden das Tennen- und Hagengebirge in einem mächtigen Einschnitt. Mit dem Schlossberg stellt sich ihr ein weiterer Kalkstock in den Weg. Hier liegt die Gemeinde Werfen im Natur- und Europaschutzgebiet »Kalkhochalpen«. Ausgehend vom markanten Flussverlauf hat Werfen seinen Namen erhalten – abgeleitet vom ahd. »werbe«, was »Wirbel«, »Strudel« bedeutet.

Marktgeschichte

OrtWErfen

Der Markt Werfen entstand gleichzeitig mit der Burg, dem »castrum Weruen«, ab 1077. Im Schutze der Festung entwickelte sich die Straßensiedlung zu einem wichtigen politischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt. Seit Ende des 12. Jahrhunderts ließen sich Richter und Urbarprobst nieder und eine Zollstätte kontrollierte seit 1219 den Warenverkehr »Inner Gebirg«. Obwohl Werfen 1242 als »Oppidum« erwähnt wird, war Werfen niemals eine Stadt. Als Markt ist Werfen seit 1332 ausdrücklich genannt, seit 1425 sind eine Reihe von Marktprivilegien überliefert.

Im ehemaligen Gerichtsgebäude, erbaut 1560, führten die Pfleger (Richter) bis 2003 ihre Amtsgeschäfte. Nach der Auflösung des Bezirksgerichtes Werfen etablierte sich 2009 das heutige »Alpen&KunstMuseum Werfen« in den Gerichtsräumlichkeiten.

Im historischen Brennhof mit seinem Laubengang und Kreuzgewölbe, 1563 errichtet, sind bis heute Bürgermeister und Gemeindeverwaltung untergebracht.

Unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts das Jagdschloß Blühnbach ausgebaut. Bei den hier stattgefundenen großen repräsentativen Landjagden war der ganze Bezirk involviert. Das Wildbrett ging an die Hofküche in Salzburg.

Eisenerz wurde ab 1762 in Werfen abgebaut und im »Blahhaus« (Tenneck) bis 1961 verhüttet. Heute ist das Werk ein hochspezialisierter »High-Tech-Betrieb« dessen Walzenprodukte in etwa 40 Länder der Welt exportiert werden.

Im Brennpunkt der Geschichte

Während der Bauernkriege 1525/26, wird die Festung von den Aufständischen eingenommen und schwer beschädigt. Sie erhielt in den Folgejahren (bis 1574) durch die Erzbischöfe Matthäus Lang und Johann Jakob ihr heutiges Aussehen.

Im Zuge der Hexenverfolgung in Salzburg (1675 und 1690) richteten sich die Hauptermittlungen auf Werfen und den »Zauberer Jackl«. 17 Werfner wurden damals hingerichtet.

1731/32 wurden mehr als 4000 Angehörige des protestantischen Glaubens aus dem Gerichtsbezirk Werfen ausgewiesen. In der Folge bekam Werfen 1736 ein Kapuzinerkloster um Glaubens-abtrünnige zu bekehren.

1809 verteidigten die Werfner Freiheitskämpfer Joseph Struber und Peter Sieberer heldenhaft ihre Heimat gegen die kriegerischen Übergriffe durch Napoleon Bonaparte und den verbündeten Bayern.

Galerie

Alpen- & Kunstmuseum Werfen | Markt 21 | 5450 Werfen | +43 6468 5388